
Der persische Name für einen kleinen Strauch (Lawsonia inermis), der in vielen Teilen
der Welt gebräuchlich ist. Aus den Blättern, Blüten und Zweigen dieses Weiderichgewächses
wird der Henna-
Henna
Die heutigen Hauptanbaugebiete sind Indien, Nordafrika und der mittlere Osten. Besonders auffällig sind die stark duftenden Blüten. Sie wachsen in dichten Rispen und blühen in weiß, rot oder rosa. Das aus den Blüten gewonnene Öl wird traditionell zur Herstellung von Parfüm und als Hautbalsam verwendet, die zerriebenen Blätter zum Färben. In Indien baut man Henna auf riesigen Plantagen an. Die Blätter des Strauches werden während der Blütezeit geerntet. Die jüngsten Sprosse, die die größte Färbekraft haben, werden getrennt von den anderen gesammelt. Sie dienen vor allen Dingen zum Färben der Haut. Die älteren Blätter besitzen dagegen wenig Färbewirkung und werden wie die Stängel für Shampoos und Haarfärbemittel verwendet. Daneben gibt es noch neutrales Henna ohne Farbpigmente, welches im Frühling geerntet wird und fast nur Gerbsäure enthält. Die beste Farbausbeute erreicht man mit Hennaprodukten, deren Rohstoffe im Herbst geerntet werden. Zu dieser Zeit ist der Anteil an Lawson in der Hennapflanze voll ausgebildet. Die getrockneten Blätter werden gemahlen bis letztendlich das grünlich, nach Heu riechende Pulver entsteht.
